Versicherung - Versicherungen



Lebensversicherungen - Fondsgebundene Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung diente früher zur finanziellen Absicherung der Familie und wurde auf den Hauptverdiener abgeschlossen, um bei dessen Todesfall die Hinterbliebenen finanziell abzusichern. Allerdings haben sich die Zeiten geändert und die Lebensversicherung ist gerade bei den Deutschen zur beliebtesten Altervorsorge geworden, bei der es nicht vorrangig um den Todesfall, sondern viel mehr darum geht, eine möglichst große Summe Geld für das Rentenalter anzusparen. Die Lebensversicherung ist aus Sicht der Versicherten eine der sichersten Möglichkeiten Kapital für das Alter anzusparen. Die garantierte Verzinsung des Angesparten Kapitals hängt von den marktüblichen Zinsen ab, die beim Abschluss der Lebensversicherung gerade aktuell sind. Die Verzinsung über die Laufzeit hinweg ist dagegen von den im Laufe der Zeit auftretenden Marktsituationen und Zinsen so wie dem Wirtschaften der Finanzexperten der jeweiligen Gesellschaft abhängig.



Überlicherweise wird die Lebensversicherung auf einen Versicherungsnehmer, welcher auch der Antragssteller der Versicherung sein kann, abgeschlossen. Allerdings kann auch ein Antragsteller, zum Beispiel der Vater oder auch Ehemann eine Lebensversicherung für sein Kind oder seine Ehefrau abschließen. Gerade wenn die eigene Frau aufgrund der Kindererziehung über die Zeit der Erziehung zu Hause kein oder nur ein geringes Einkommen hat, ist die private Vorsorge sehr zu empfehlen. Eine der Möglichkeiten ist daher die herkömmliche Lebensversicherung.

Um die Lebensversicherung den Bedürfnissen anzupassen, kann der Todesfallschutz je nach Bedarf angepasst werden. Bei einer Versicherung für die Frau oder das Kind kann der Todesfall sehr gering gewählt werden. Wird die Lebensversicherung allerdings für den Hauptverdiener der Familie beantragt, so sollte der Todesfall angemessen zum Bedarf bzw. der Höhe des monatlichen Beitrages gewählt werden. Sehr gern wird eine Lebensversicherung auch verwendet, um eine Immobilienfinanzierung abzusichern oder gar über die Versicherung einen Kredit mit günstigeren Zinsen als bei einer Bank zu erhalten. Viele Bauherren wissen gar nicht, dass es diese Möglichkeit gibt und die Zinsen sogar günstiger sein können. Das ist natürlich wieder von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. Hierbei sollten Sie im Einzelfall Ihren Versicherungsmakler oder den Versicherungsvertreter einiger Gesellschaften konsultieren und sich unabhängig und vielseitig beraten lassen. Unabhängig, ob man über die Versicherung ein Darlehn bezieht, werden Lebensversicherungen auch gern zum Ablösen von Krediten verwendet, die man für den Erwerb einer Immobilie aufgenommen hat. Da eine Finanzierung für eine Wohnung oder ein Haus meist über 20-30 Jahre läuft, wird die Laufzeit der Versicherung der Laufzeit der Finanzierung angeglichen und bietet so eine sehr gute Möglichkeit einen Teil oder gar den ganzen Kredit auf einmal am Ende der Laufzeit zu tilgen.

Zum Ablauf der Lebensversicherung: Der Versicherungsnehmer gibt die Versicherungsdauer vor. Aufgrund des Eintrittsalters, des Geschlechts, und der gewünschten Versicherungssumme oder des möglichen monatlichen Beitrages wird dann errechnet, wie hoch die Versicherungssumme und die monatliche Prämie sind. Viele Versicherungsunternehmen bieten, abweichend von der Versicherungssumme als Basis für den Erlebensfall, die Möglichkeit an, die auszuzahlende Summe im Todesfall individuell zu gestalten. Mindestens 60 Prozent der Versicherungssumme müssen im Falle des Todes als garantierte Leistung ausgezahlt werden, damit das Finanzamt den Vertrag als steuerbegünstigt anerkennt. Allerdings wurden diese Gesetze 2007 geändert.
Der Versicherungsberater der Versicherungsgesellschaft ermittelt die voraussichtlichen Überschüsse für die Zukunft. Dies geschieht durch Hochrechnung der erwirtschafteten Überschüsse der letzten Jahre. Wenn Sie eine Lebensversicherung in einer Hochzinsphase abschließen und während der letzten Jahre vor Vertragsabschluss hervorragende Zinserträge erzielt werden konnten, wird die Hochrechnung sehr positiv ausfallen. Waren die letzten Jahre eher dürftig, wird auch die Hochrechnung für die Zukunft geringer ausfallen. Unabhängig von den Hochrechnungen können sich die Überschüsse auch während der Vertragslaufzeit ganz anders entwickeln.

Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Lebensversicherung eine gute Möglichkeit ist, seine Altersvorsorge selbst privat zu planen und die gesetzliche Rente mit einer Einmaligen Auszahlung im Alter zu unterstützen.
Wir raten dringend davon ab, im Falle, dass Sie Geld benötigen oder Ihnen ein Versicherungsberater dazu rät, eine bestehende Lebensversicherung zu kündigen, aufzulösen oder zurückzukaufen, dies ungeprüft zu tun. Meist erhalten Sie nur einen Bruchteil der eingezahlten Beiträge zurück, wenn Sie vor Ablauf der Versicherungsdauer auf Ihr Kapital zugreifen möchten. Besser ist da eher eine Stilllegung bzw. die Versicherung beitragsfrei stellen, ob wegen temporärer Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder anderen finanziellen Engpässen.
Es gibt zur Herkömmlichen Lebensversicherung noch eine Alternative, die je nach Bedarf und Risikobereitschaft einige Vorteile bietet.

Sehr gern wird eine Lebensversicherung auch mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung und / oder einer Unfallversicherung gekoppelt. Ob und inwieweit das in Ihrem speziellen Einzelfall sinnvoll ist, sollten Sie erneut von unabhängigen Beratern klären lassen, denn wenn eine Gesellschaft eine sehr gute Lebensversicherung anbietet, bedeutet das nicht, dass der Berufsunfähigkeitsschutz bzw. die Unfallversicherung der gleichen Gesellschaft ebenfalls sehr gut ist. Ggf. kann es sogar effektiver sein, wenn Sie die Berufsunfähigkeitsversicherung oder die Unfallversicherung separat bei einer anderen Gesellschaft versichern.



Die Fondsgebundene Lebensversicherung unterscheidet sich von der herkömmlichen Lebensversicherung, als das dass Kapitalanlagerisiko vom Versicherer auf den Versicherungsnehmer übergeht. Wir zeigen Ihnen im folgenden die Besonderheiten im Vergleich zu konventionellen Lebensversicherungen im Überblick:

Verfügbarkeit des Kapitals
Renditeerwartung
Todesfallschutz
Leistungsgarantien
Ablaufleistung

Die Fondsgebundenen Lebensversicherung dient weniger als Versicherung auf den Todes- und Erlebensfall, als zur steuerlich begünstigten Kapitalanlage, bei der man die Möglichkeit hat, eine sehr gute Verzinsung zu erhalten. Die Todesfallsumme muss immer so hoch sein wie 60 Prozent der über die Gesamtlaufzeit eingezahlten Beiträge, damit der Vertrag steuerlich anerkannt wird. Im Falle des Todes wird entweder die vereinbarte Versicherungssumme ausgeschüttet oder, wenn das Fondsguthaben diesen Betrag übersteigt, das Fondsguthaben ausgezahlt. Möchte ein Versicherungsnehmer vorzeitig über das Kapital verfügen, wird bei einer Kapitalgebundenen Lebensversicherung nicht der Rückkaufswert ausgezahlt, sondern der Wert der Fondsanteile zum Tageskurs ermittelt und dieser Betrag wird ausgezahlt. Somit kann der Versicherte sich den Rückkaufswert seiner Versicherung recht einfach selbst ermitteln, wenn er weiß wie viele Fondsanteile welches Fonds oder welcher Fonds er besitze und anhand der Zahlen und der Rücknahmepreise der Fonds errechnen, welches Kapital er erhalten würde.

Bei der Fondsgebundenen Lebensversicherung können im Erlebensfall keine Garantien auf das Angesparte Kapital gegeben, sondern es können Lediglich Zusagen über die Todesfallleistungen erbracht werden. Allerdings ist es jederzeit möglich die Angesparten Erträge der Fondsanteile zu ermitteln. Der große Vorteil gegen über der Lebensversicherung ist der, dass aus welchem Grund auch immer, kein Verlust entsteht, wenn man einen Teil oder das ganze Angesparte Kapital benötigt, wobei bei der Lebensversicherung stark davon abgeraten wird, diese zurückzukaufen, da man herbe Verluste in Kauf nehmen muss.


Bei der Fondsgebundenen Lebensversicherung sollte allerdings gut darauf geachtet werden, wie sich die Kurse der Fondsanteile entwickeln. Normalerweise übernimmt das der Berater aber eine gewisse Selbstkontrolle kann nichts schaden. Die Höhe der Auszahlung kann bei schlecht verlaufenden Aktien- und Rentenmärkten deutlich unter den eingezahlten Beiträgen liegen. Die Böse und die Märkte reagieren meist zyklisch und durchlaufen einen Wirtschaftszyklus ca. aller 7 Jahre wobei dort die typischen Hoch- und Tiefphasen enthalten sind. Daher kann es auch sinnvoll sein, nach Ablauf der Versicherungsdauer sein Kapital noch weitere 1-5 Jahre im Depot der Versicherung zu belassen. Nicht selten kann sich so das Kapital um 50% erhöhen oder gar verdoppeln, wenn die Zeit des Versicherungablaufes sich gerade in einer Aktientiefphase befindet. Daher ist dann Geduld und Ruhe gefragt und überhastete Reaktionen sind Fehl am Platze.

Normalerweise werden Fondsgebundene Lebensversicherungen 12 bis 30 Jahre abgeschlossen. Bei langen Versicherungslaufzeiten ist mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass trotz der üblichen Kursschwankungen der Fondspreise eine deutlich höhere Rendite erzielt werden kann als bei konventionellen Lebensversicherungen. Um mit den Trends mitzugehen, gibt es sogar Fondsgebundene Lebensversicherungen, bei denen es im Laufe der Laufzeit möglich ist, die Fonds zu wechseln. Meist ist das aber nur einmal im Jahr möglich aber teilweise auch flexibel anwendbar. Informieren Sie sich am besten auch darüber vor dem Abschluss. Wenn es zu Beginn der Versicherungsdauer zu negativen Kursschwankungen kommt, werden diese meist im Laufe der Zeit durch hohe Kursgewinne ausgeglichen oder gar mehr als ausgeglichen. Hingegen sollte darauf geachtet werden, wenn kurz vor Ablauf der Versicherung ein Börsencrash stattgefunden hat oder die Anteile wegen der schlechten Marktlage deutlich an Wert verloren haben. Daher sollte, wie oben bereits erwähnt, Ruhe bewart und auf bessere Kurse gewartet werden. Um das Risiko zu mindern, dass man das Geld genau zu einem bestimmten Termin benötigt, sollte man die Versicherungsdauer etwas vor dem Termin, an dem man das Geld benötigt, ablaufen lassen.

Sie sehen, dass eine Fondsgebundene Lebensversicherung eine gute Alternative zu herkömmlichen Lebensversicherung mit Vorteilen aber auch Nachteilen für Risikobewusste Versicherungsnehmer.

Wer eine Finanzierung oder seine Familie vor finanziellen Einbusen absichern und dabei die Versicherungskosten so gering wie möglich halten mag, der kann auch auf eine Risikolebensversicherung zurückgreifen. Bei der Risikolebensversicherung wird lediglich der Todesfall abgesichert und kein Kapital angespart.

Eine weitere Möglichkeit eine staatlich bezuschuste private Altersvorsorge aufzubauen ist die private Riester Rente - eine Rentenversicherung, die durch staatliche Zulagen und Sonderausgabenmöglichkeiten gefördert wird.


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Artikel aus Lebensversicherungen von admin am 29. Mai. 2007

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