Versicherung - Versicherungen



Voraussetzungen für private Krankenversicherung

Wann darf ich in eine private Krankenversicherung - PKV eintreten?

Wem die hohen Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung unangenehm sind und wer eine gute oder sehr gute Medizinische Versorgung haben möchte, wer keine langen Wartezeiten auf einen Termin und im Wartezimmer beim allgemeinen Arzt oder bei einem Spezialisten mehr in Kauf nehmen möchte, freie Arztwahl haben möchte, wem die Zuzahlungen in Apotheken zu hoch sind, wer eine Excelente zahnärztliche Behandlung und geringe Zuzahlungen bei Zahnersatz und wer im schweren Krankheitsfall eine Chefarztbehandlung in einem Einbett- oder Zweibettzimmer möchte, der sollte unbedingt prüfen, ob er die Aufnahmekriterien für die private Krankenversicherung erfüllt.

Grundsätzlich gibt es 3 unterschiedliche Merkmale, von denen mindestens eine zutreffen sollte, damit eine private Krankenversicherung einen aufnimmt.

1. Sie sind ein Vorstandsmitglied, Beamter, Richter, Bundestagsabgeordneter oder Landtagsabgeordneter, dann können Sie in den Genuss eines hochwertigen privaten Krankenversicherungsschutz (PKV) gelangen, da der Gesetzgeber beschlossen hat, dass dieser Personenkreis quasi mündig ist und nicht geschützt werden muss, da er selbst dafür Sorge tragen kann, sich um eine gute Krankenversicherung zu kümmern.

2. Sie sind ein Selbstständiger, Freiberufler oder Künstler dann ist die Höhe des Einkommens egal. An deren Höhe kann dann von den gesetzlichen Krankenkassen ein Mindestbeitrag für eine freiwillige gesetzliche Krankenversicherung festlegt werden. Je höher das Einkommen, je höher wird der Beitrag sein. Diese Methode hat zwar den Vorteil, dass Sie, falls Sie einmal wieder Angestellter sind, jeder Zeit wieder normal gesetzlich kranken versichert sein können aber die Beiträge sind deutlich höher, als bei der privaten Krankenversicherung - PKV.

3. Sie sind ein Arbeitnehmer, dessen Brutto- Monatseinkommen 3 Jahre in Folge die Beitragsbemessungsgrenze (Pflichtversicherungsgrenze) von 5.250,- Euro (jährlich 63.000,- Euro in den alten Bundesländern) oder 4.550,- Euro (jährlich 54.600,- Euro in den neuen Bundesländern) übertroffen haben. Die Beitragsbemessungsgrenzen wurden von Gesetzgeber allein in den letzten 5 Jahren um ca. 700,- Euro im Monat angehoben. Das soll dafür sorgen, dass mehr Arbeitnehmer sehr hohe Beiträge in die gesetzliche Krankenkassen einzahlen. Wenn wir einmal einen 35 Jährigen Mann in einer gehobenen Position annehmen, so müsste er in der gesetzlichen Krankenversicherung bei 14% Krankenkassenbeitrag bei 735,- Euro monatlich liegen, wovon er selbst 367,50 Euro zahlen müsste. Wenn er mit besseren Leistungen bei einer privaten Krankenversicherung wäre, könnten sich die kosten schnell halbieren oder er könnte mindestens ein Drittel einsparen. Dabei ist natürlich zu beachten, ob er verheiratet ist, wie viele Kinder er hat, wie hoch sein Krankengeld sein soll etc. Aber normalerweise lohnt ein Umstieg je jünger man eintritt immer. Denn auch der Arbeitgeber zahlt bei einer privaten Krankenversicherung – PKV den halben Beitrag. Man kann als Arbeitnehmer sogar ein Krankentagegeld vereinbaren. Die Krankentagegeld-Versicherung springt dann ein, wenn die sechswöchige Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers im Krankheitsfall bereits beendet st. So ist der Fall gesichert, dass Sie bei längerer Krankheit auf Ihr gewohntes Einkommen nicht verzichten müssen.

Jeder der sich über die Tarife einer PKV informiert, wird erst einmal von einem riesen Wust an Tarifen und Gesellschaften erschlagen. Welche Gesellschaft mit welchem Tarif ist für mich die besten. Diese Frage stellen sich täglich viele Menschen und leider wird diese Frage oft ungenügend beantwortet. Wir können nur jedem empfehlen, sich selbst im Internet zu informieren und anschließend sich von mehreren unabhängigen Versicherungsmaklern beraten zu lassen. Da eine PKV eine Versicherung ist, die man nicht jedes Jahr neu abschließend sollte, ist eine gute Vorabinformation und ein Vergleich der Tarife und Gesellschaften enorm wichtig. Denn bei einem Wechsel von einer privaten Krankenversicherung in eine andere PKV verliert man zumindest noch die Altersrückstellungen, die die Beiträge der PKV im Alter gering halten sollen.

Es ist egal ob Sie sich für einen Basisschutz oder eine Top Absicherung entscheiden. Die richtige Wahl der Krankenversicherung hängt von mehreren Komponenten ab.

Wie hoch sind die finanziellen Reserven der Krankenkasse?
Wie oft und wie hoch sind die Beitragsanpassungen im Durchschnitt in den letzten Jahren gewesen?
Wie alt ist das Klientel der Versicherung
Wie zuverlässig zahlen die Krankenkassen im Schadensfall.

Die eigentliche Tarifauswahl ist sehr individuell. Der eine möchte eine Chefarztbehandlung und 90-100% Zahnersatz erstattet bekommen und dem anderen genügt der Basisschutz, der immer noch besser ist, als die Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel übernimmt.
Tarif vom günstigen Basisschutz bis hin zum exklusiven Top-Schutz mit maximaler Leistung weltweit – können Sie als Arbeitnehmer ein Krankentagegeld vereinbaren. Die Krankentagegeld-Versicherung springt ein, wenn die sechswöchige Lohnfortzahlungspflicht Ihres Arbeitgebers im Krankheitsfall endet. So ist gesichert, dass Sie bei längerer Krankheit auf Ihr gewohntes Einkommen nicht verzichten müssen.

Als Selbstständiger, Freiberufler oder Künstler kann man sich unabhängig von der Höhe des Einkommens privat kranken versichern. Wenn Sie auf eigene Rechnung tätig sind, zahlt Ihnen im Krankheitsfall niemand ein Einkommen. Eine ergänzende Krankentagegeld-Versicherung ist deshalb für Sie besonders wichtig. Ab welchem Tag Sie diese zahlen lassen und welche Höhe Sie versichern hängt von Ihren Reserven und vor allem von Ihrer Gesundheit ab. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass alle Fixkosten und das nötige Geld zum Leben nach spätestens 4 oder 6 Wochen abgesichert sind. Sparen Sie durch Vereinbarung von so genannten Karenzzeiten und Leistungsstaffelung. In den ersten Tagen einer Erkrankung leistet die Tagegeldversicherung dann noch nicht, die Zahlung setzt nach 1, 2 oder 4 Wochen mit einem kleineren Betrag ein, der sich stufenweise erhöht – erst nach einigen Wochen ist das endgültige Niveau erreicht. Die Beiträge zu einer gestaffelten Krankentagegeld-Versicherung sind erheblich günstiger als bei sofortiger Vollleistung ab Beginn der Erkrankung. Die Höhe des Kranketagegelds können Sie individuell nach Ihren persönlichen Bedürfnissen vereinbaren und anpassen.

Wenn Sie Beamter, Richter oder Abgeordneter sind, erstattet Ihr Dienstherr, der Bund oder das Land durch die so genannte Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten für Sie und Ihre direkten Angehörigen je nach Art der Kosten zwischen 50 und 80 Prozent. Nur der Restbetrag muss noch von Ihnen abgesichert werden. Die private Krankenversicherung ist für Beihilfeberechtigte die einzig sinnvolle Alternative, denn bei gesetzlich versicherten Beamten übernimmt der Dienstherr keinen Arbeitnehmeranteil. Somit sollte man sich als Beamter, Richter oder Abgeordneter schnell für eine private Krankenversicherung entscheiden.


« KFZ-Haftpflichtversicherung   - vorhergehender / nächster Artikel -   Private Krankenzusatzversicherung »

Artikel aus Private Krankenversicherung von admin am 16. Jul. 2007

Kommentar hinterlassen: